Wer weiß den sowas?

Interessantes und Wissenswertes rund ums Wandern

Der Spessartbund

Der Spessartbund e. V. 1913 (kurz SB) ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Wandern für Jedermann zu fördern. Eingetragen ist der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg (VR 118). Er ist Mitglied im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V. und dessen Landesverbänden in Bayern und Hessen. Der Naturpark Spessart steht im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins.

Das Einzugsgebiet ist das Kerngebiet des Naturparks Spessart im Mainviereck zwischen Lohr, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg und reicht von Würzburg bis Frankfurt und von Bad Orb bis Tauberbischofsheim.

Geschichte
Der Medizinstudent Karl Kihn aus Michelbach gründete am 2. Oktober 1876 den Verein Freigerichter Bund. In den folgenden Jahren bildeten sich weitere Vereine u. a. in Aschaffenburg, Frankfurt, Hanau, Lohr und Marktheidenfeld. Von diesen Vereinen bildeten sich viele Zweigvereine im gesamten Spessart. 1912 bildeten sieben Vereine eine Arbeitsgemeinschaft und gründeten 1913 in Hanau den Spessartbund. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgt am 13. September 1927. Später erfolgte der Beitritt zum Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V.

Gliederung
Der Verein gliedert sich nach der Fläche in 12 Gaue mit insgesamt 100 Ortsgruppen, wobei ein Gau bis zu 15 Ortsgruppen beinhaltet.

Es werden Fachbereiche für Wandern, Ferienwandern, Jugend- und Familienarbeit, Kultur, Öffentlichkeitsarbeit, Wege und Naturschutz unterhalten.

Ziele
Vereinszweck ist die Förderung des Wanderns für Jedermann, der Jugend- und Familienarbeit, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der Förderung, Pflege und Erhaltung von Kulturwerten, der Anlage und Betreuung von Wanderwegen und Hütten sowie der Herausgabe von Wanderkarten.

Sonstiges
Der Verein betreibt 48 Schutzhütten und Wanderheime, davon sechs mit Übernachtungsmöglichkeit. Des Weiteren werden 15 Zeltplätze unterhalten.

(Quelle Wikipedia)

Wanderausrüstung

Outdoor-Bekleidung, auch Outdoor-Funktionsbekleidung genannt, bietet Schutz vor extremem Wetter bei sportlichen Aktivitäten im Freien oder der Ausübung von Natursport. Der Begriff Outdoor-Bekleidung umfasst ein sehr weites Spektrum und schließt sowohl Bekleidung für den Skisport als auch Bekleidung für tropische Gebiete mit ein.

Einsatzgebiete
Zur Outdoor-Bekleidung zählt die Bekleidung für Outdoor-Sportarten wie beispielsweise Wandern, Trekking, Klettern, Fahrradfahren, Laufsport, Skifahren, Snowboarden. Aber auch bei Freizeitaktivitäten wie Camping, Geocaching, Angeln oder der Jagd wird Outdoor-Bekleidung getragen.

Funktionalität
Outdoor-Bekleidung bietet Schutz vor unterschiedlichsten Wettereinflüssen und gewährleistet ein gutes Körperklima auch bei extremen Temperaturen oder bei sportlicher Betätigung des Trägers. Je nach Sportart oder Klimaregion werden sehr unterschiedliche Anforderungen an Outdoor-Bekleidung gestellt. Outdoor-Bekleidung kann entsprechend dem Zwiebelschalenprinzip in verschiedenen Bekleidungsschichten unterteilt werden, wobei jeder Schicht spezielle Funktionen zukommen.

Die erste Bekleidungsschicht reguliert das Körperklima und stellt den Feuchtigkeitstransport sicher. Bei Outdoor-Aktivitäten in kalten Regionen wirkt die erste Bekleidungsschicht oftmals zudem wärmend. Die zweite Bekleidungsschicht hat vornehmlich den Zweck der Isolation und hat die Aufgabe – je nach Region – entweder wärmend oder belüftend zu wirken. Die dritte und äußere Bekleidungsschicht wirkt gegenüber den Witterungseinflüssen wie ein Schutzschild.

In der Regel weist Outdoor-Bekleidung eine hohe Atmungsaktivität, kurze Trockenzeiten und hohe Strapazierfähigkeit auf. Zudem bietet sie dem Träger, jeweils an die Situation angepasst, ein hohes Maß an Komfort und Bewegungsfreiheit.

Gadgets
Gerade im Bereich der Outdoor-Bekleidung findet sich eine große Zahl von in die Kleidung integrierten Extras. So haben Bekleidungsstücke, die beispielsweise beim Wandern ihren Einsatz finden, ein besonders kleines Packmaß und geringes Gewicht, um Ballast während der Wanderung zu sparen. Bei Textilien für warme Gefilde oder für sportliche Aktivitäten werden teilweise Fasern mit Silberionen eingearbeitet, um Schweißgeruch zu verhindern. Und andere Textilien bieten einen integrierten Sonnenschutz.

Material
Häufig verwendete Materialien sind Polyester, Polyamid, Polypropylen und Wolle. Die künstlichen Fasern lassen sich in erheblichen Mengen als Mikroplastik in der Natur nachweisen und sind in manchen Gebieten, wie im Eis des Forni Gletschers, als Hauptursache der Verschmutzung bekannt.

Quelle: Wikipedia

 

Zwei unterschiedliche Bergschuh-Modelle (Quelle Wikipedia)

Ein Wanderschuh ist ein spezieller Schuh, der hauptsächlich zum Wandern, zu leichtem Bergsteigen oder sonstiger Fortbewegung in freier Natur verwendet wird. Er zeichnet sich häufig durch eine gute Wasserdichtigkeit aus, hat ein rutschfestes Profil und ist robust. Meist verläuft der Schaft von Wanderschuhen bis über den Knöchel (u. a. als Schutz gegen Umknicken im Sprunggelenk). Die Bezeichnung Wanderschuh ist nicht genau abgegrenzt gegen Begriffe wie Bergschuh oder Trekkingstiefel. Letztere haben meist eine bessere Dämpfung auch durch eine weichere Sohle. Auch der Jagdstiefel ist dem Wanderschuh vom Grundprinzip her oft sehr ähnlich.

Je nach Anwendungsgebiet, ob Flachlandwandern oder Bergsteigen, und je nach geografischem und klimatischem Einsatzgebiet werden verschiedene Modelle vom leichten Wander- oder Wüstenschuh bis zum steigeisenfesten Bergschuh verwendet.

Einsatzzweck
Wanderschuhe sollen den Fuß schützen und entlasten. Gerade bei Wanderungen unterliegen die Füße einer sehr hohen Belastung, sei es aufgrund des Bodens (uneben, rutschig etc.) oder ungewohnter Gewichtsbelastung (Rucksack), weshalb sie eines zusätzlichen Schutzes bedürfen, um nicht vorzeitig zu ermüden oder gar Verletzungen (meist im Knöchelbereich) zu erleiden. Aus diesem Grund sind Wanderschuhe abweichend von anderen Schuhen gebaut, haben eine mehr oder minder feste Sohle und sind meist überknöchelhoch. Da die Ansprüche zwischen einer Wüstentour und einem Hochgebirgseinsatz aber sehr unterschiedlich sind, hat der Wanderschuhhersteller Meindl in den 1970er Jahren sogenannte Einsatzkategorien entwickelt (von A für Leichtwanderschuhe für den Spaziergang im Stadtpark bis zu D für den Hochgebirgseinsatz). Entsprechend den Einsatzkategorien werden die Schuhe optimiert. So hat beispielsweise der Leichtwanderschuh eine sehr biegsame Sohle und einen Nylonschaft, wohingegen der Hochgebirgsstiefel eine steigeisenfeste brettharte Sohle, verbunden mit einem dicken Lederschaft, aufweist. Hinzu kommen Spezialwanderschuhe wie Wüstenstiefel mit skorpionstichfesten Nylonschäften und besonders hoher Atmungsaktivität oder Schalenschuhe komplett aus Kunststoff (mit Innenschuh) für den Einsatz unter extremen Bedingungen.

Verarbeitung, Materialien und Haltbarkeit
Wanderschuhe werden entweder in einer genähten oder in einer geklebten Machart gefertigt. Die Mehrzahl der heute erhältlichen Wanderschuhe wird in der geklebten Konstruktionsweise (fachsprachlich AGO-Machart, von Another Great Opportunity gefertigt, die seit 1911 als damals erste Möglichkeiten der geklebten Machart so bezeichnet wurden), in erster Linie, weil diese Kostenvorteile zeigt. Doch sind damit auch funktionelle Aspekte verbunden: So kann beispielsweise die Innensohle eines geklebten Wanderschuhs aus Kunststoff gefertigt werden, der genau den Erfordernissen (Biegeelastizität nach Schuhgröße und Einsatzzweck) angepasst werden kann.

Genähte Wanderschuhe werden im britischen Einflussbereich nach der sogenannten Veldtschoen-Machart gebaut, einer ursprünglich von den südafrikanischen Jägern erfundenen Rahmenbauweise für Schuhe, im alpenländischen Raum in der zwiegenähten Machart, sehr schwere Bergstiefel auch trigenäht.

Für den Außenschaft wird entweder Leder (Glatt- oder Rauleder), Kunstfaser (Nylon) oder eine Kombination von beiden (Nylon mit Raulederbesätzen) verwendet. Wenn Leder verwendet werden, sind diese pflanzlich gegerbt (normalerweise sind Schuhoberleder mineralgegerbt) und besonders dick. Als Futter (Innenschaft) werden entweder Kunstfaserfilze (Nadelfilz Camprell) oder Leder oder eine Kombination aus beiden (die stark belasteten Stellen aus Leder, der Vorderschuh aus Kunstfaser) eingesetzt. Seit den 1980er Jahren werden sogenannte Klimamembranen verstärkt in Wanderschuhe eingebaut. Das sind dünne Folien, die als Laminat mit dem Futter in den Schuh kommen und Wasserdichtigkeit versprechen, ohne die Atmungsaktivität (Schweiß in Form von entweichendem Wasserdampf) zu unterbinden. Ihre Funktionalität bei Schuhen ist umstritten.

Die Haltbarkeit des Schaftes hängt in erster Linie von der Anzahl seiner Nähte ab. Jede Naht, auch wenn sie, wie bei besseren Wanderstiefeln üblich, dreifach ausgeführt wird, ist eine potentielle Schwachstelle: Dort kann Wasser eindringen, dort geht der Schaft zuerst kaputt. Als zweiter Faktor spielt das verwendete Material eine Rolle. Am haltbarsten ist Leder, wobei die Rauleder, wenn sie mit der Fleischseite nach außen gearbeitet sind, auch das Entfernen (Herausreiben) von Oberflächenverletzungen ermöglichen, was bei Glattledern ausgeschlossen ist. Nylonschäfte sind weniger haltbar und werden deshalb in sogenannten Leichtwanderschuhen verbaut, die nicht für den Einsatz in Geröllfeldern mit viel Reibung der Steine am Schaft gedacht sind.

Zur Sohle hin wird bei den geklebten Wanderschuhen ein Gummigürtel (Wetterschutzrand) rings um den Schuh verlaufend eingebaut. Dieser schränkt die Atmungsaktivität ein, weshalb er nicht zu weit am Schaft hochreichen sollte, bietet aber der Verbindung zwischen Schaft und Sohle einen guten mechanischen Schutz und verhindert dort zuverlässig das Eindringen von Wasser. Bei genähten Schuhen gibt es keinen solchen zusätzlichen Schutz.

Als Sohlen kommen unterhalb der dämpfenden Zwischensohle ausschließlich Gummiprofilsohlen zum Einsatz, weil sie die beste Haftung bieten und eine lange Haltbarkeit haben. Weltmarktführer ist Vibram (Italien), doch auch andere Hersteller bieten vergleichsweise gute Laufsohlen. Es gibt zwei Arten von Sohlen: die flachen (von jedem Schuster ersetzbaren) und die sogenannten Formsohlen mit hochgebogenem Rand, die meist nur beim Hersteller im Werk ersetzt werden können. Inzwischen werden die Profile und Gummimischungen auch für spezielle Zwecke optimiert (Eiswandern, Schnee usw.).

Für die Schnürung, stets mittels eines nicht wasserzügigen, reibungsresistenten (Chemiefaser-)Schnürsenkels, werden sowohl Ösen als auch Haken (Agraffen) und Schlaufen verwendet, im unteren Bereich der Schnürung meist Ösen oder Schlaufen, im Übergang zum Knöchel und im oberen Schaftbereich oft ein Tiefzughaken, der den Schnürsenkel bedingt fixieren kann. Im oberen Teil der Schnürung werden offene Haken eingesetzt und einige Hersteller verwenden Schlaufen mit einer eingepressten Metallkugel, die die Reibung des Senkels beim Festziehen durch Rotation minimiert und dadurch das Festziehen vereinfachen soll. Beide Systeme ermöglichen eine flexible Anpassung der Schnürung an den Fuß, den Beinumfang und den Einsatzzweck (Bergaufgehen, Bergabgehen usw.). Neben der konventionellen Kreuzschnürung lässt sich mit speziellen Schnürtechniken (Ladenschnürung, Falsche Feststellöse, Parallelschnürung) eine an den Fuß individuell angepasste Druckverteilung erreichen.[1]

Um ein Verrutschen der Schuhlasche (Zunge) zu verhindern, kann sie mittels eines an ihr befestigten offenen Hakens in die Schnürung mit einbezogen werden.[2]

Die Zwischensohle besteht aus dämpfendem Polyurethan und ist für die Auftrittsdämpfung keilförmig, das heißt unter der Ferse stärker als im Vorfußbereich. Polyurethan (PU) altert mit der Zeit. Das Material unterliegt einer langsam fortschreitenden Hydrolyse.[3] Abhängig von den Lagerbedingungen versprödet der Dämpfungskeil innerhalb von sieben bis zehn Jahren von innen heraus immer stärker, unabhängig davon, ob die Schuhe benutzt werden oder nicht, und ohne dass dieser Prozess von außen erkennbar wäre. Ritzt man dann mit einem Fingernagel den Dämpfungskeil an, krümelt das völlig zerstörte PU heraus. Insofern sollten ältere, selten gebrauchte Wanderschuhe vor einer Tour entsprechend geprüft werden. Zerstörte Dämpfungskeile können vom Reparaturservice der Hersteller ersetzt werden. Nach Herstellerangaben soll das Material der Dämpfungskeile seit einigen Jahren so weit verbessert worden sein, dass es jetzt ein Schuhleben lang hält

Pflege
Wanderschuhe unterliegen oft einer besonderen Belastung, weshalb eine Pflege mit normalen Schuhpflegemitteln nicht ausreicht. Besonderer Stellenwert kommt der Imprägnierung zu. Wanderschuhe sollten regelmäßig nachimprägniert werden. Zur allgemeinen Pflege von Leder-Wanderschuhen eignen sich sehr dünn aufgetragene Lederfette oder Fettwachse. Alle namhaften Marken führen derartige Produkte im Sortiment.

Die Pflege von Leder-Wanderschuhen mit Fetten erfordert viel Erfahrung, weil es leicht zu einer Überfettung kommen kann, wodurch die Atmungsaktivität sinkt und der Schaft insgesamt an Festigkeit verlieren kann. Einfacher und bedenkenloser ist daher der Einsatz von Fettwachsen. Reine Wachse, die für diese Zwecke auch angeboten werden, sind nicht so ratsam, weil sie das Leder nicht nähren (Folge: Versprödung) und ihr Schutzfilm nicht so gut auf der Lederoberfläche haftet (Folge: Wasserundichtigkeit).

Da es zu chemischen Unverträglichkeiten unterschiedlicher Pflegemittel miteinander (und auch zu den beim Gerben in das Leder eingebrachten Hydrophobierungsmitteln) kommen kann (sich gegenseitig aufhebende Wirkung), empfiehlt es sich, den Pflegemitteltyp nicht ohne Not zu wechseln. So kann sich das Schaftleder an ein Imprägnierungs-/Pflegemittel gewöhnen und dieses durch die regelmäßige Anwendung seine Wirkung verstärken.

Zur Pflege lederfreier Wanderschuhe dienen Bürsten (zur mechanischen Reinigung), eine sanfte Seifenlauge und/oder speziell für diesen Schuhtyp angebotene Pflegemittel (als Sprays).
Quelle: Wikipedia

Ein Wanderstock (Wanderstab) dient der Unterstützung des Gehens beim Wandern, Bergsteigen, Trekking oder Nordic Walking. Ursprünglich wurde nur ein Stock verwendet. Die heute paarweise verwendeten Stöcke werden als Trekkingstöcke oder Nordic-Walking-Stöcke bezeichnet, und, wenn sie in der Länge verstellbar sind, auch als Teleskopstöcke. Wanderstöcke sind etwas mehr als hüfthoch, bieten Halt in unsicherem Gelände und sorgen für eine ausgewogenere Belastung der Arme und Beine beim Gehen. Auf Schnee- und Gletscherflächen und in Sumpfgebieten werden Wanderstöcke auch zum Sondieren verwendet. (Quelle Wikipedia)

Geschichte
Ursprünglich diente ein passend geformter Ast als Wanderstock, siehe Stenz. Diese traditionellen Stöcke zählen zur Tradition der fahrenden Handwerker oder auch mancher Studenten, wie der Ziegenhainer. Später gefertigte Wanderstäbe waren meist aus Haselnuss- oder Steinweichselholz und mit einer Metallspitze versehen, manchmal auch dekorativ verziert, beispielsweise mit Hirschhorngriffen oder Stocknägeln. Wanderstäbe wurden dabei bevorzugt aus jungen Stämmen geschnitzt, da bei ihnen das Wurzelholz am Stammansatz als Knauf Verwendung fand. Bei anderen wiederum wurde der Griff zu einem Rundhaken geformt, ähnlich einem Spazierstock.

1974 brachte der Hersteller Leki die ersten Teleskopstöcke für Bergsteiger heraus.[1] In den 1990er Jahren wurden die aus Holz gefertigten Stöcke dann von diesen in der Länge verstellbaren Metallstöcken verdrängt, die auf Basis von Skistöcken entwickelt worden waren. Derartige Teleskopstöcke hatten zudem den Skistöcken entsprechende Handschlaufen.

Aufbau heutiger Stöcke

Hartmetallspitze in Bohrkronenform
Heutige Stöcke entsprechen von der Form her prinzipiell den Stöcken der 1990er Jahre und sind zumeist aus Aluminium oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (KFK) gefertigt. Im Mittelpunkt der Entwicklung stand und steht immer noch, das Verwenden des Stockes so angenehm und sicher wie nur möglich zu gestalten. In der Zwischenzeit haben die Teleskopstöcke eine Vielzahl an technischen Innovationen durchlaufen in Bezug auf Rohr, Griffe und Verschlusssysteme der Längenverstellung. Heute ist man auf einem sehr hohen Niveau hinsichtlich Funktionalität, Material und Technik angelangt und der Stock wird mit zusätzlichen Merkmalen ausgestattet, die vor allem praktisch sein sollen (zum Beispiel Dämpfungssysteme oder die sogenannte Wolframcarbid-Spitze). Neuerdings sind sogar spezielle Stöcke für Frauen mit kleineren Griffe und einem kleineren Packmaß im Programm, die kürzer und leichter sind. Auch die Hersteller von Berg- und Wanderrucksäcken haben auf die verbreitete Verwendung derartiger Stöcke reagiert und bieten heutzutage als Standard spezielle Befestigungsschlaufen für Stöcke am Rucksack.

Griff
Die Griffe sind meist ergonomisch vorgeformt und leicht vorgeneigt. Sie bestehen entweder aus Kunststoff, Kork oder geschlossenzelligem EVA-Schaumstoff. Einige Modelle haben eine verlängerte Griffmanschette unterhalb des Griffes, um ein schnelles Tiefergreifen beim Aufstieg zu ermöglichen. Einige Modelle haben abschraubbare Griffe oder Griffabschlüsse. Das Gewinde ist meist 1/4″ Whitworth und entspricht somit dem „kleinen Fotogewinde“. So kann der Stock als Einbeinstativ für einen Fotoapparat, eine Filmkamera oder ein Fernglas verwendet werden.

Stock
Heute wird meist Aluminium verwendet, seltener auch zwar steiferer, aber teilweise (je nach Auslegung) empfindlicherer kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff. Ein durchschnittliches Paar Stöcke wiegt heute 500 Gramm. Teilweise werden elliptische Rohre verwendet, die in einer Richtung biegesteifer sind.

Teller und Spitze
Das Hauptelement der Spitze besteht aus biegeelastischen Kunststoff, um ein Brechen bei Ruckbelastungen zu verhindern, zum Beispiel bei Festklemmen in Ritzen. Am oberen Teil der Spitze ist der Teller angebracht. Heutige Stöcke haben auswechselbare Teller, runde Gummimanschetten kurz oberhalb der Spitze, die ein zu tiefes Rutschen in Risse, Erde oder Schnee verhindern. Hier wird zwischen Trekking- und größeren, mit Löchern versehenen Schneetellern unterschieden. Der Rand von Trekkingtellern hat Zähne, um ein Drehen des eingesetzten Stocks zu verhindern. Die eigentliche Spitze ist in einem Halteelement aus einer Wolframlegierung eingesetzt. Die Spitze selbst besteht aus Hartmetall. Als Formen kommen hier die traditionelle und haltbarere Ringkronenform und die Bohrkronenform (siehe hierfür Bild mit Spitze rechts) vor.

Dämpfungssystem
Einige Stöcke sind mit einem ein- und ausschaltbaren Dämpfungssystem ausgestattet. Das Dämpfungssystem arbeitet meist mit Federn, die zwischen Griff und Stock eingearbeitet sind, und ist für den schockabsorbierenden und damit armschonenden Abstieg konzipiert worden.

Längenverstellung bei Teleskopstöcken
Bei den zum Wandern, Bergsteigen oder Trekking verwendeten Stöcken handelt es sich fast immer um in der Länge verstellbare Teleskopstöcke. Diese bestehen meist aus drei ineinander schiebbaren Segmenten, die häufig mittels eines Spreizdübels arretiert werden. Durch das Drehen der Stöcke wird ein Konus in einen geteilten Zylinder geschoben, der sich dadurch weitet und gegen das umschließende Rohr gepresst wird. Einige Modelle haben einen außen liegenden Klemmverschluss, um die Verstellung zu erleichtern und eine festere Arretierung zu gewährleisten. Zusammengeschoben sind Teleskopstöcke zwischen 64 und 71 cm lang und können ungefähr auf eine Länge von 140 cm ausgefahren werden. Zur Unterstützung des Einstellens der gewünschten Länge sind auf den Segmenten Längenskalen aufgedruckt. Manche Modelle haben eine Griffmanschette als Verlängerung des Griffs nach unten, damit sich für eine kurzzeitig erforderliche kürzere Länge die doch etwas Zeit erfordernde Längenverstellung erübrigt, und der Stock einfach tiefer festgehalten werden kann, ohne den „blanken“ Stock greifen zu müssen.

Vor- und Nachteile der Benutzung von Stöcken
Es ist relativ unumstritten, dass die Nutzung von Stöcken beim Wandern, Trekking oder Bergsteigen Vorteile bringt, vor allem durch die Entlastung der Kniegelenke beim Abstieg. Zusammenfassend bieten Stöcke folgende Vorteile:

Geringere Kniebelastung, Entlastung beim Abstieg um etwa 10 Prozent
für viele auch Entlastung bei sanften bis mittleren Steigungen → Geschwindigkeit wie auf der Ebene möglich
Gleichmäßigere Belastung von Armen und Beinen beim Bergaufgehen (sogenanntes 4×4-Prinzip)
Unterstützung der Trittsicherheit und Balance beim Traversieren (durch Kürzerfassen des bergseitigen Stocks, siehe Abbildung)
Hilfreich bei der Überschreitung von Bächen, da Abstützen auch an unter der Wasseroberfläche liegenden Punkten möglich
Bei Querung hart gefrorener Firnfelder können Stöcke zusätzlichen Halt bieten
Freiere und ruhigere Atmung durch aufrechtere Haltung und Gleichmäßigkeit des Stockeinsatzes
Als weitere indirekte Folge eine Steigerung der Ausdauer
Dem stehen folgende Nachteile gegenüber:

Die Hände sind nicht mehr frei. Dies ist vor allem an gesicherten Passagen hinderlich, dort müssen die Stöcke verstaut werden.
Bei Sturz in grobem Blockwerk kann es durch Verkantung des Stocks und die Handschlaufen zum Bruch des Handgelenks kommen. Wenn man die Handschlaufen in solchem Gelände nicht benutzt, kann man diese Gefahr vermeiden.
Ständige Benutzung von Stöcken ist der Trittsicherheit abträglich. Durch Weglassen der Stöcke von Zeit zu Zeit kann man dem gegensteuern, um das Gleichgewichtsgefühl beim „normalen“ Gehen in unebenem Gelände zu erhalten.

Bildergalerie (Quelle Wikipedia)

Wandertipps

A

Anweisungen des Wanderführers

Folgen Sie unbedingt den Anweisungen des Wanderführers. Er ist für die Gruppe verantwortlich und weiß genau, wo Schwierigkeiten oder Gefahren auftreten können.

 

Abkürzungen

Bleiben Sie auf den markierten Wegen. Laufen Sie nicht durch Schonungen. Respektieren Sie die Ruheräume der Waldbewohner.

U

Umweltschutz

Nehmen Sie Ihre Abfälle wieder mit und entsorgen Sie diese an den dafür vorgesehenen Stellen.

Wenn Ihre Tour in einem Schutzgebiet wie dem Naturpark Bayerischer Spessart liegt, beachten Sie bitte folgende Regeln:

  • Bitte nicht abseits der Wege gehen.
  • Bitte keinen Lärm machen.
  • Bitte keine Steine oder Mineralien sammeln.
  • Bitte keine Pilze sammeln.
  • Bitte keinen Müll liegen lassen.
  • Bitte keine Tiere füttern.
  • Bitte nur auf den markierten Flächen zelten.
  • Bitte kein offenes Feuer machen.
  • Bitte keine Pflanzen pflücken.
  • Bitte keine Pflanzen und Tiere aussiedeln.